MENU

Nie wieder Kabelsalat

Schutz vor Dachlawinen

6. Dezember 2020 Kommentare deaktiviert für Konzepte fürs Kinderzimmer Views: 1864 Ratgeber, Wohnideen

Konzepte fürs Kinderzimmer

Spielen und schlafen, toben und träumen – das tun Kleinkinder am liebsten in der Küche oder im Wohnzimmer in der Nähe ihrer Eltern. Wachsen die Sprösslinge heran oder naht der Eintritt in die Grundschule, reicht dieser „Spiel- Platz“ meist nicht mehr aus: Die Kinder brauchen nun eine eigene kleine Welt, in die sie sich zurückziehen können, um die neuen Herausforderungen rund ums Lesen, Schreiben und Co. ungestört zu meistern – das Kinderzimmer. Deshalb sind Eltern gut beraten, wenn sie sich möglichst früh um eine kindgerechte Wohnraumplanung kümmern. Dabei wird die Sicherheit des Nachwuchses groß geschrieben und mit einem „mitwachsenden“ Möbelkonzept verwandelt sich die Kinderstube später problemlos in ein Jugendzimmer. Was außerdem zählt? Die Kinder sollen in ihrem Reich die eigene Kreativität ausleben können.

Eltern fragen heutzutage nach „mitwachsenden“ Möbelkonzepten: So verwandelt sich das einstige Kinderbettchen oftmals in ein schönes Kleinsofa. Bild: tdx/Hülsta

Eltern fragen heutzutage nach „mitwachsenden“ Möbelkonzepten: So verwandelt sich das einstige Kinderbettchen oftmals in ein schönes Kleinsofa. Bild: tdx/Hülsta


Ohne Ecken und Kanten

Da im Kinderzimmer oftmals gehüpft, geklettert und getollt wird, sollten Eltern bei Möbeln grundsätzlich auf robuste Materialien, strapazierfähige Oberflächen und hochwertige Verarbeitung Wert legen – abgerundete Ecken und Kanten inbegriffen. Hier garantiert das Qualitätssiegel „GS“, dass ein Möbelstück die unabhängigen Sicherheitsprüfungen, z.B. der TÜV Rheinland Landesgewerbeanstalt (LGA), bestanden hat. „Im Kinderbett darf es außerdem keine hervorstehenden Schrauben oder lösbare Kleinteile geben, woran sich das Kind verletzen oder die es verschlucken kann“, weiß Felix Scharnagl, Möbelprüfer bei der LGA und selbst dreifacher Familienvater. Bleiben beim Bett mindestes 60 Zentimeter Übersteighöhe, kann das Kind, solange es klein ist, auch nicht herausfallen. Da Hoch- und Etagenbetten besonders bei älteren Kindern auch Spielgeräte sind – etwa als Indianerzelt, Märchenschloss oder Piratenkogge –, gilt hier eine Faustregel: „Die Brüstung des Bettes sollte so hoch sein, dass ein Kind im Sitzen nicht darüber kippen kann“, rät Scharnagl. Außerdem muss das Hochbett weit genug vom Fenster entfernt stehen. Um Schränke und Regale kindersicher zu machen, sollten man sie mit Winkeln an den Wänden fixieren. Ebenso geben Sicherungen in Steckdosen den Eltern ein besseres Gefühl.

Wände, Accessoires und Dekorationsgegenstände in helleren, freundlichen Farben wie Gelb, Orange oder Pink verleihen dem Kinderzimmer eine positive Ausstrahlung. Bildquelle: tdx/Team 7

Wände, Accessoires und Dekorationsgegenstände in helleren, freundlichen Farben wie Gelb, Orange oder Pink verleihen dem Kinder- und Jugendzimmer eine positive Ausstrahlung. Bildquelle: tdx/Team 7

Mit den Möbeln wachsen

Sobald der Nachwuchs das Schulalter erreicht hat, müssen die ehemaligen Kindermöbel im Kinderzimmer längst nicht ausgedient haben: So genannte „mitwachsende“ Möbelkonzepte stellen sich auf die Bedürfnisse des wachsenden Kindes ein und sparen Eltern obendrein eine Menge Zeit und Geld. „So verwandelt sich das einstige Kinderbettchen oftmals in ein schönes Kleinsofa, aus einem kleinen Schreibtisch wird im Handumdrehen ein süßer Beistelltisch“, weiß Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Modularität ist dabei Trumpf, denn Regal- und Schranksysteme können ganz auf die individuellen Anforderungen eingestellt, Stück für Stück erweitert und neu angeordnet werden. So bieten sie zunächst Platz für Spielzeug und Kleidung, später zusätzlich für Bücher, CDs und andere Utensilien in einem typischen Jugendzimmer.

Ein Schreibtisch mit verstellbarer Arbeitsplatte lässt sich hervorragend auf die aktuelle Tätigkeit – etwa Malen, Schreiben oder Lesen – einstellen und beugt dank ergonomischer Vorteile Haltungsschäden vor. Bildquelle: tdx/Moll

Ein Schreibtisch mit verstellbarer Arbeitsplatte lässt sich hervorragend auf die aktuelle Tätigkeit – etwa Malen, Schreiben oder Lesen – einstellen und beugt dank ergonomischer Vorteile Haltungsschäden vor. Bildquelle: tdx/Moll

Besonders für den Schreibtisch empfiehlt sich ein erweiterbares System: Etwa mit einem speziellen Monitor- Tischchen, mobilen Containern oder einer zusätzlichen Büroleuchte wird daraus eine flexible Landschaft, die genügend Stauraum für Schulmaterial und Platz für PC-Arbeiten bietet. „Ideal ist ein Schreibtisch, der höhenverstellbar ist, als Sitz- und Steharbeitsplatz fungieren kann“, so Martin Moll, Geschäftsführer des gleichnamigen Möbelherstellers. Eine neigbare Arbeitsplatte lasse sich hervorragend auf die aktuelle Tätigkeit – etwa Schreiben, Malen oder Lesen – einstellen. „Studien belegen immer wieder, dass mehr als die Hälfte aller Kinder unter Haltungsschwächen leiden – daher sind ergonomische Aspekte wichtiger denn je“, so Moll weiter. Auch bei der Auswahl des richtigen Schreibtischstuhls im Kinderzimmer müssen Eltern das körperliche Wachstum ihres Sprösslings im Auge behalten. Laut VDM sind Höhenverstellbarkeit, eine flexible Rückenlehne und die richtige Sitzneigung wichtige Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum. Allerdings ist es bei Drehstühlen eher unwahrscheinlich, dass nur eine einzige Generation das Kind bis zum Abitur begleitet.

Wenn Hochbetten zu Spielgeräten werden – etwa wie hier als Märchenschloss – gilt für die Sicherheit der Kleinen eine Faustregel: Die Brüstung des Bettes sollte so hoch sein, dass das Kind im Sitzen nicht darüber kippen kann. Bildquelle: tdx/Kettler

Wenn Hochbetten zu Spielgeräten werden – etwa wie hier als Märchenschloss – gilt für die Sicherheit der Kleinen eine Faustregel: Die Brüstung des Bettes sollte so hoch sein, dass das Kind im Sitzen nicht darüber kippen kann. Bildquelle: tdx/Kettler

Fantasievoll und farbenfroh

Nur Mut zur Farbe! So lautet das Motto in der kleinen Welt der Kinder. Wände, Accessoires und Dekorationsgegenstände in helleren, freundlichen Farben verleihen dem Kinderzimmer eine positive Ausstrahlung und geben Impulse für vergnügte Stunden im Spielparadies. Warme Farbtöne, etwa Gelb, Orange oder Pink, verbreiten eine angenehme Atmosphäre, obwohl sie bisweilen nicht den Vorstellungen der Eltern entsprechen. Dabei gilt generell: die eigenen Wünsche unbedingt zurückstellen, auch wenn das bei kitschigen Kuscheltieren, fragwürdigen Design-Objekten oder der kunterbunten Posterwand manchmal schwer fällt. Was zählt, sind die Farbvorstellungen der Kleinen, denn die kindliche Ideenvielfalt und Kreativität sorgt für fantasievolles Ambiente im Kinderzimmer – und der Nachwuchs fühlt sich wohl.

Tags: ,

Comments are closed.

×