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Revolutionäres Loft-Konzept

Wohnen inmitten der Natur

14. Januar 2021 Kommentare deaktiviert für Extraktion eines Quaders Views: 2162 Hausideen

Extraktion eines Quaders

Kubische Gebäudeformen sind aus energetischer Sicht bekanntermaßen die optimalen Bauformen. Doch auch die Variation des Würfels lässt höchst energieeffiziente Gebäude entstehen, wie ein individuelles Einfamilienhaus in Köln beweist.  Hochwertige Systemtechnik von Schüco wurde hier in ein Entwurfskonzept integriert, das selbstbewusst einzelne Funktionselemente räumlich aus dem Quader hervortreten lässt und farblich hervorhebt.

Die Strenge der kubischen Formelemente ist durch die dreidimensionale Verschachtelung der "Puzzle-Elemente" aufgelöst. Bild: Schüco

Die Strenge der kubischen Formelemente ist durch die dreidimensionale Verschachtelung der „Puzzle-Elemente“ aufgelöst. Bild: Schüco


Als seien einzelne kubische Elemente aus einem dreidimensionalen Puzzle-Würfel herausgezogen worden – so wirkt das skulpturale Wohnhaus am Stadtrand von Köln auf den ersten Blick. Die kontrastierende Farbgebung der einzelnen Elemente in schwarz und weiß unterstreicht diese Wirkung nochmals deutlich. Die Architekten Hans-Peter Höhn und Carolin Riedel erklären ihre Entwurfsmethodik mit dem Prinzip „der Addition und Subtraktion, der Interpretation von Masse, Raum und Zwischenraum“.

Gartenfassade: Schiebetüren, Festverglasungen und Fensterbänder bilden horizontale Einschnitte in den schwarzen und weißen Raumkörpern. Bild: Schüco

Gartenfassade: Schiebetüren, Festverglasungen und Fensterbänder bilden horizontale Einschnitte in den schwarzen und weißen Raumkörpern. Bild: Schüco

Etwas Plastisches, Skulpturales…

Die Bauherren, eine junge Familie mit zwei Kindern, waren an die Architekten mit dem zunächst abstrakten Wunsch herangetreten, sie mögen eine moderne, plastisch-skulpturale Architektursprache für das Wohnhaus entwickeln. An die ungewöhnliche Idee, aus einem Basisquader von 12,5 x 13,5 x 6,5 m einzelne Teilbereiche zu extrahieren und sie durch Kontrastfarben in ihrer Plastizität zu betonen, ließen sich die Auftraggeber heranführen. Die Extrahierung ist dabei keinesfalls willkürlich vollzogen – jedes Element definiert zugleich einen separaten Funktionsbereich auf den insgesamt drei Wohnebenen.

Aus dem Wohnbereich wird über das Schiebetürsystem ein ebenerdiger Zugang zu Terrasse und Garten ermöglicht. Lufträume leiten Tageslicht vom OG ins EG. Bild: Schüco

Aus dem Wohnbereich wird über das Schiebetürsystem ein ebenerdiger Zugang zu Terrasse und Garten ermöglicht. Lufträume leiten Tageslicht vom OG ins EG. Bild: Schüco

Im Inneren schaffen zwei Lufträume – einer im Wohnbereich, einer über dem Eingangsbereich – eine Verbindung zur Vertikalen und ermöglichen abwechslungsreiche Einblicke und Durchblicke. Im Erdgeschoss befinden sich abgehend von der Diele eine Garderobe, das Gäste-WC und ein Arbeitszimmer. Die offene Küche mit direktem Zugang von der Diele schließt an den offenen Essplatz an, der in einen um zwei Stufen abgesenkten Wohnbereich übergeht. Durch eine großzügige Verglasung zur Terrasse hin entsteht optisch ein fließender Übergang zwischen Innenraum und Gartenzone.

Schlichtheit und Purismus bestimmen die Materialwahl im Innenausbau: Naturstein, Feinsteinzeugfliesen, weiß geölte Eiche-Landhausdielen und technische Oberflächen harmonieren mit der Glas-Alu-Optik der Lichtausschnitte. Bild: Schüco

Schlichtheit und Purismus bestimmen die Materialwahl im Innenausbau: Naturstein, Feinsteinzeugfliesen, weiß geölte Eiche-Landhausdielen und technische Oberflächen harmonieren mit der Glas-Alu-Optik der Lichtausschnitte. Bild: Schüco

Das Obergeschoss zeigt eine klare Trennung zwischen Eltern- und Kinderbereich und integriert einen großzügigen Bad- und Saunabereich sowie separate Schlaf- und Sanitärräume für die Kinder. Weitere Rückzugsmöglichkeit bietet ein Studio im oben angrenzenden Staffelgeschoss – durch eine umlaufende Dachterrasse können Sonne und Ausblick dort zu jeder Tageszeit genossen werden. Haustechnik und Wirtschaftsraum sind im Keller untergebracht, der nebenbei noch ein großes Spielzimmer sowie ein Gästezimmer mit eigenem Bad bietet.

Ein Wellnessbereich grenzt im 1. OG an den Schlafbereich an. Hier wurde die Transparenz in der Fassade bewusst zurückgenommen. Bild: Schüco

Ein Wellnessbereich grenzt im 1. OG an den Schlafbereich an. Hier wurde die Transparenz in der Fassade bewusst zurückgenommen. Bild: Schüco

Transparenz durchbricht Massivität

Die matt schwarzen und weißen kubischen Elemente der in Massivbauweise erstellten Gebäudehülle sind zwar entwurfsprägend, erhalten jedoch durch horizontale Einschnitte in Form von Fensterbändern eine deutliche optische Auflockerung. Umso mehr, als die Fenster sehr unterschiedliche Formate aufweisen, die mit der jeweiligen Einbausituation und Fassadenausrichtung sowie dem Diskretionsbedarf privaterer Nutzungszonen abgestimmt sind. Verbindendes Element aller Verglasungen ist die schlanke horizontale Gliederung durch die Aluminium-Systemprofile sowie die Farbgebung in dem Grauton RAL 7016. Die hohe angestrebte Energieeffizienz des Gebäudes sowie die modernen Stilcharakteristika des Entwurfs ließen die Architekten hoch isolierende Systemelemente in Aluminium mit Dreifach-Isolierverglasung vorsehen.

Privates Wohnhaus am Stadtrand von Köln: Skulpturale Architektur, bei der sich einzelne Raumelemente aus einem Basisquader entwickeln. Bild: Schüco

Privates Wohnhaus am Stadtrand von Köln: Skulpturale Architektur, bei der sich einzelne Raumelemente aus einem Basisquader entwickeln. Bild: Schüco

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