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Dämmlecks am Dach erkennen

Welcher Teppich in welchen Raum?

11. Januar 2021 Kommentare deaktiviert für 8 Tipps zum Arbeitszimmer Views: 2135 Ratgeber

8 Tipps zum Arbeitszimmer

Die Zahl der Heimarbeitsplätze nimmt wieder zu. Einige arbeiten den ganzen Tag im häuslichen Arbeitszimmer, andere nur wenige Stunden nebenbei. In jedem Fall ist ein gesundes Arbeitsumfeld zuhause ebenso wichtig wie in einem externen Büro.

Ein stylischer Arbeitsplatz - aber auch wirklich für alle Belange geeignet? Bild: fotolia

Ein stylischer Arbeitsplatz – aber auch wirklich für alle Belange geeignet? Bild: fotolia


Reicht die Ecke im Wohnzimmer für einen Arbeitsplatz? 

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Wer über einen eigenen Raum für das Arbeitszimmer verfügt, ist natürlich im Vorteil: Man kann die Tür hinter sich schließen und ist räumlich vom Wohnbereich getrennt. Aber auch ohne separates Zimmer steht nicht gleich ein Umzug an, weil der Arbeitsplatz ganz oder teilweise nach Hause verlegt werden soll. Eine große, abgelegene Ecke im Wohnzimmer oder ein ungenutztes Dachgeschoss kann ebenso als neuer Arbeitsplatz fungieren.

Welche Faktoren sind für die Auswahl des Platzes entscheidend?

  • die Möglichkeit, in Ruhe und ohne Unterbrechung zu arbeiten,
  • genügend Flächen für einen ausreichend großen Schreibtisch mit Stuhl und allen erforderlichen Arbeitsgeräten,
  • die Möglichkeit, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

Wer trägt die Kosten für die Ausstattung des Arbeitszimmers?

Bei Arbeitnehmern mit Heimarbeitsplatz muss der Arbeitgeber für einen ergonomisch ausgestatteten Arbeitsplatz sorgen. In diesem Fall ist eine Mindestfläche von 8 Quadratmetern gesetzlich vorgeschrieben. Der Arbeitgeber muss unter anderem für eine ausreichende Beleuchtung sorgen, einen geeigneten Schreibtisch (Mindestfläche 160×80 Zentimeter) sowie alle notwendigen Geräte und Utensilien stellen, die für die Ausübung der beruflichen Tätigkeit erforderlich sind.

Selbstständige können die Kosten steuerlich absetzen. Voraussetzung: Sie üben ihre berufliche Tätigkeit zum größten Teil an diesem Arbeitsplatz aus; dies gilt auch für Arbeitnehmer, wenn der Arbeitgeber nicht zur vollen Kostenübernahme verpflichtet ist – zum Beispiel weil der Stuhl einen höheren Standard aufweist als gesetzlich vorgeschrieben.

Modernes Homeoffice mit anspruchsvollem Mobiliar. Bild: tdx/Artmodul

Modernes Homeoffice mit anspruchsvollem Mobiliar. Bild: tdx/Artmodul

Der passende Stuhl

Wer nur wenige Stunden wöchentlich am heimischen Arbeitsplatz sitzt, kommt mit einem Stuhl durchschnittlicher Qualität aus. Für alle anderen gilt: Der Gesundheit zuliebe bei der Qualität keine Kompromisse eingehen. Sparen ist in diesem Fall kontraproduktiv. Ein schlechter Stuhl kann bleibende orthopädische Schäden und chronische Schmerzen zur Folge haben.

Ein guter Bürostuhl

  • ist höhenverstellbar,
  • hat eine neigbare Sitzfläche,
  • eine verstellbare Rückenlehne für starres oder dynamisches Sitzen.

Auch mit dem besten Bürostuhl lässt sich die Bewegung indes nicht ersetzen. Mindestens einmal pro Stunde sollte man kurz aufstehen und ein paar Schritte gehen oder Lockerungsübungen machen. Dies fördert außerdem die Konzentration.

Schreibtisch und Schränke

Neben einer ausreichenden Größe des Schreibtischs kommt es auch auf das Material an. Glas eignet sich nicht; es ist zu empfindlich was Schmutz und Schäden betrifft und außerdem sehr kalt. Um die Hände und Unterarme zu schützen, hält man sie unbewusst ständig hoch und verkrampft sich. Gute Schreibtische bestehen aus Holz, Holzfurnier oder hochwertigem Kunststoff und haben abgerundete Ecken. Grelles Weiß und glänzende Oberflächen reflektieren, eignen sich also nicht. Auch Schwarz ist keine gute Farbe wegen des starken Kontrasts zum weißen Papier.

Im Optimalfall

  • ist der Schreibtisch höhenverstellbar,
  • lässt genug Bewegungsfreiheit für die Beine,
  • hat Kabelkanäle.

Ob ein Rollcontainer reicht oder ein Büroschrank erforderlich ist, hängt wieder vom Einzelfall ab. Wesentlich ist genügend Bewegungsfreiheit am Arbeitsplatz.

Professionelle Arbeitsgeräte

Ein Laptop ist nicht als dauerhaftes Arbeitsgerät konzipiert. Der Bildschirm ist viel zu klein, Tastatur und Maus sind nicht ergonomisch angeordnet. Vorhandene Laptops können aber zu einem professionellen PC-umgerüstet werden: mit einem zusätzlichen großen Bildschirm, separater Maus und Tastatur. In den meisten Fällen gehört auch ein Telefon zur notwendigen Ausstattung. Unerlässlich sind selbstverständlich die technischen Voraussetzungen für eine effiziente Arbeit am Bildschirm, darunter Internetzugang und Betriebssystem.

Der leidige Kabelsalat

Herumliegende Kabel sind ein Sicherheitsrisiko, gerade wenn kleine Kinder im Haus sind. Die bereits erwähnten Kabelkanäle helfen schon mal, den schlimmsten Kabelsalat zu vermeiden und die Kabel zu verstecken. Weitere geeignete Mittel sind Kabelhalter und -führungen, die der Handel in diversen Ausführungen bereithält.

Aufgeräumt und aufs Nötigste reduziert. Hier lässt sich gut arbeiten. Bild: fotolia

Aufgeräumt und aufs Nötigste reduziert. Hier lässt sich gut arbeiten. Bild: fotolia

Das Licht

Für einen optimalen Lichteinfall steht der Schreibtisch im rechten Winkel zum Fenster. Sonnenschutzblenden oder Rollos sind gute Hilfsmittel, wenn eine solche Anordnung nicht möglich ist und die Fenster keine Außenjalousien haben. Das künstliche Licht soll den Arbeitsplatz ausreichend beleuchten, nicht blenden und nicht zu grell sein.

Eine Umgebung zum Wohlfühlen

Wer sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt, arbeitet erwiesenermaßen effizienter. So kann jeder nach Lust und Laune sein Arbeitszimmer in den bevorzugten Farben streichen und den Schreibtisch mit Pflanzen und Bildern verschönern. Oder das Umfeld ganz nüchtern gestalten, da alles andere stört. Ein Patentrezept gibt es nicht. Was den einen ablenkt, braucht der andere für die Konzentration. Grundsätzlich sind grelle Farben, Hochweiß und Schwarz ungeeignet, ebenso ein überladener Schreibtisch. Laserdrucker stehen besser in einem separaten Raum. Tintenstrahlgeräte dürfen auch direkt am Arbeitsplatz aufgestellt werden.

Nicht zuletzt entscheidet eine ergonomische Haltung über das Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Günstig ist eine rechtwinkelige Anordnung von Ober- zu Unterschenkeln sowie Ober- zu Unterarmen. Die Füße stehen komplett auf dem Boden und der Rücken wird durch die Stuhllehne gestützt. Eine dauerhaft starre Sitzhaltung strengt den Rücken zu sehr an; die Haltung sollte mehrmals in der Stunde wechseln.

Auch eine Möglichkeit, sich im Arbeitszimmer wohlzufühlen. Bild: fotolia

Auch eine Möglichkeit, sich im Arbeitszimmer wohlzufühlen. Bild: fotolia

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