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11. November 2017 Comments Off on Tipps zum Wände und Decken streichen Views: 1197 Ratgeber

Tipps zum Wände und Decken streichen

Die alte Wohnung wirkt trist, langweilig und einengend? Dann wird es Zeit für eine Renovierung! Doch Handwerker sind teuer und viele verstehen dabei noch nicht einmal ihr Handwerk besonders gut, beziehungsweise arbeiten unpräzise. Da kann man es natürlich gleich selbst machen. Gedacht? Gemacht!

Die Nase voll von tristem weiß? Dann ist es Zeit für einen neuen Farbanstrich. Bild: fotolia

Die Nase voll von tristem weiß? Dann ist es Zeit für einen neuen Farbanstrich. Bild: fotolia


Eine Renovierung ist sowieso meist Pflicht, denn in vielen Mietverträgen ist die regelmäßige Renovierung der Wohnung durch den Mieter geregelt. Also warum nicht den Partner mit einer frisch gestrichenen Wohnung überraschen? Bevor es los geht, kommt natürlich erst einmal die fiese Arbeit. Denn um ein zügiges und fehlerfreies arbeiten zu ermöglichen, sollte der Raum leer sein. Das verhindert Schäden durch Farbspritzer und senkt die Unfallgefahr durch Stolperfallen. Anschließend wollen Schalter, Steckdosen, Tür- und Fensterrahmen mit guten Kreppklebeband abgeklebt werden. Im Baumarkt gibt es entsprechende Folie, welche meist etwa 20 bis 25 Quadratmeter groß ist. Das Kreppband sollte möglichst breit (40 oder 50 mm) sein, damit es besser haftet und sich nicht ständig löst.

Damit anschließend die Farbe gut hält, sollte die Wand grundiert werden. Mit einer Spezialbeschichtung werden feine Risse ausgeglichen und eine glatte Fläche geschaffen. Ebenfalls dient die Grundierung, um einen unterschiedlichen Verbrauch auf unterschiedlichen Untergründen zu verhindern. Der Experte nennt diesen Schritt dann “egalisieren”. Im Idealfall wird auch die Tapete grundiert, da viele Tapeten dazu neigen, Farbe nur schlecht anzunehmen oder sich die Farben durch die Lösestoffe sich sonst mit der Farbe in der Tapete vermischt.

Welche Farben erzielen in einer Wohnung welche Wirkung?

Prinzipiell sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt. In hellen Räumen eignen sich zum Beispiel kontrastreiche Wände. Doch Vorsicht: Wer den ganzen Raum mit dunklen Farben streicht, fühlt sich oftmals schnell erdrückt. Weiterhin benötigt man mehr Lichtenergie (Watt je Quadratmeter) um die Fläche zu erhellen. Der Grund ist, dass dunkle Farben Licht “verschlucken” und man somit real mehr Licht benötigt, um den Raum zu erhellen.

Helle Farben lassen Räume freundlicher wirken. Bild: fotolia

Helle Farben lassen Räume freundlicher wirken. Bild: fotolia

Helle Farben lassen einen Raum im Umkehrschluss heller und freundlicher erscheinen. Ein helles weiß ist allerdings vielen unangenehm, so dass ein Schuss gelb, rot oder grün mit an die Wand muss. Je dezenter die Farbe an der Wand, desto unbewusster nimmt man die Farbe später wahr. Wer im Homeoffice arbeiten muss, sollte sich für helle Wände entscheiden. Denn dunkle Räume verspannen die Augen, senken die Konzentration und sind damit nicht gerade für eine hohe Arbeitsproduktivität förderlich. Bei dunklen Farben kann man dagegen gut entspannen oder sich gar erregen lassen.

Farben gelten als Spiegelbild der Seele und so ist es kein Wunder, dass die Farben an den Wänden dem eigenen Charakter oft ähnlich sind. Wer sich mit der Farbenlehre beschäftigt, wird schnell feststellen, dass es für jeden Charakterzug eine eigene Farbe gibt.

Die Kombination heller und dunkler Farben erzeugt einen spannenden Kontrast. Bild: fotolia

Die Kombination heller und dunkler Farben erzeugt einen spannenden Kontrast. Bild: fotolia

Wie kann man Akzente im Raum setzen?

Für hohe Räume empfiehlt es sich, zwischen Boden, beziehungsweise Decke und der Farbe einen Rahmen zu lassen. Das ist optisch ein schöner Effekt und lockert die Raumathmosphäre auf. Des Weiteren senkt es die gefühlte Deckenhöhe etwas ab. Weiterhin kann man ein schönes Muster erzielen, in dem man Rauten oder Streifen an die Wand malt. Je nach Richtung wirkt ein Raum dann länger (waagrecht), höher (senkrecht) oder größer (diagonal). Insbesondere als Effekt innerhalb eines bestimmten Bereichs empfehlen sich solche Muster.

Allerdings erfordern Akzente erhebliche Vorarbeit, da schon kleinste Fehler dauerhaft sichtbar sind. Für gerade Kanten arbeitet man hier mit Wasserwaage, Bleistift & Kreppband. Als Hilfsmittel kommt je nach Untergrund oft noch Silikon zum Einsatz.

Was benötige ich zum renovieren?

Für den Hobbymaler empfehlen sich übrigens so genannte Dispersionsfarben. Denn diese lassen sich gut mischen, abtönen und haben gute Haft- und Trocknungseigenschaften. Leim- oder Latexfarben sind genau wie Silikatfarben oft mit Löse- und Bindemitteln und erfordern daher Fachkenntnisse bei der Verarbeitung. Von Lacken sollte man dagegen ganz die Finger lassen, denn diese lassen sich oft nur unter erheblichen Aufwand wieder entfernen.

Gutes Material ist die halbe Miete. Bild: fotolia

Gutes Material ist die halbe Miete. Bild: fotolia

Dieses Werkzeug benötigt der Handwerker für die Renovierung:

– Pinsel

– kleine und große Rolle

– Abdeckfolie

– Kreppband

– ggf. Silikon für saubere Kanten

– Waage, Bleistift und Winkel

– ggf. Leiter oder Tritthilfe

– zweite Person

Handwerker-Tipp vom Profi

Ist der zu streichende Raum Feucht? Dann Vorsicht! Unbedingt überall genau hinschauen, ob Schimmel vorhanden ist. Dieser muss zwingend vorbehandelt werden. Hilfreich ist – je nach Untergrund – eine Wasser-Essig oder Alkohol-Lösung. Ist der Untergrund aus Kalkstein? Dann Finger weg von Essig! Das würde das Problem nur verstärken. Anschließend den Schimmel mit der Lösung einstreichen und nach dem Trocknen mit neuer Grundierung überstreichen. Anschließend kann gestrichen werden.

Auf Raufasertapeten oder Putz ist es ziemlich schwer, eine saubere Kante zu streichen. Folgender Tipp hilft dabei: Einfach mit Kreppband die gewünschten Kanten abkleben. Anschließend die Farbe des Untergrunds (oftmals weiß) verwenden und über den abgeklebten Bereich streichen. Die Farbe läuft in die Lücken zwischen dem Kreppband und sorgt somit dafür, dass saubere Kanten entstehen. Kreppband erst nach dem Anstrich des Musters entfernen.

Wer sich übrigens fragt, welchen Farbrolle oder welchen Pinsel man verwendet sollte, dem ist hier die Lösung gegeben: Runde Pinsel nehmen mehr Farbe auf, sind aber etwas ungenauer. Flache Pinsel eignen sich hervorragend für Ecken oder schmale Übergänge. Die kleine Farbrolle eignet sich dagegen für schmale, längliche Flächen. Die große Rolle wird – na klar – für sämtliche Flächenarbeiten verwendet.

Dispersionsfarben halten nicht auf Leimfarben. Das heißt im Klartext: Farbe runter und neu grundieren. Staub von Schleifarbeiten muss natürlich ebenso gründlich entfernt werden, denn auch hier kann Farbe nur schlecht halten. Für den Laien ist es immer empfehlenswert, wenn die komplette Wand bis zum Putz runter kommt. Das macht zwar mehr Arbeit, ist aber gründlich und sorgfältig. So erzielt man den bestmöglichen Effekt bei der höchsten Qualität. Saubere Arbeit vorausgesetzt.

Die Auswahl an Farben ist riesengroß. Mit einer Farbpalette kann man sich einen ersten Überblick verschaffen. Bild: fotolia

Die Auswahl an Farben ist riesengroß. Mit einer Farbpalette kann man sich einen ersten Überblick verschaffen. Bild: fotolia

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