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Frühjahrsputz auf dem Dach

4 Baustoffe fürs Hausdach

22. April 2020 Kommentare deaktiviert für Ein Haus braucht einen Keller – oder? Views: 1921 Ratgeber

Ein Haus braucht einen Keller – oder?

Zum Haus gehört ein Keller. So denken hierzulande die meisten Bauherren. Allerdings soll das eigene Haus auch möglichst preiswert sein. Betrachtet man die Liste möglicher Sparvorschläge, steht der Keller mit an oberster Stelle. Denn Heizungsanlage und Öltank müssen nicht zwangsweise in den Keller. Die Installation des Brennkessels ist auch im Dachstuhl denkbar. Für eine Gastherme bieten sich Flur oder Küche an. Das Heizöl kann im Garten in einem Erdtank gelagert werden. Als Abstellraum dient auch die Garage. Schwieriger wird es mit den Alternativen für Sauna, Trocken-, Hobby-, Wohn- oder Arbeitsräume. Bau-Experten raten bei der Entscheidung pro oder contra Keller genau abzuwägen.

Lichtschächte und größere Fenster lassen viel Tageslicht in den Keller. Bild: fotolia

Lichtschächte und größere Fenster lassen viel Tageslicht in den Keller. Bild: fotolia


Auf den ersten Blick fallen beim Keller hohe Baukosten an. Bei einer Grundfläche von 80 m² sind dies gut und gerne 15.000 bis 35.000 Euro. Dieser Wert kann durch einen späteren Ausbau und durch Eigenleistung (Estrich, Installation, Bodenbelag) jedoch reduziert werden. Etwa 5.000 bis 10.000 Euro des Kellerpreises entfallen auf Erd- und Fundamentarbeiten, Drainage und Abdichtung, die auch ohne Keller erforderlich sind. Gegen einen Keller sprechen auch Bauplätze mit hohem Grundwasserspiegel oder felsigem Untergrund. Ein geeigneter Grundwasser-schutz oder aufwendige Ausschachtungsarbeiten gehen ins Geld. Ein Hanggrundstück hingegen verlangt geradezu nach einem Untergeschoss. Der Bau eines Fundamentes ist hier beinahe so teuer, wie ein Keller und zudem entstehen zumindest auf einer Kellerseite Räume mit vollem Wohnwert.

Ein Keller schafft auch zusätzlichen Nutz-und Wohnraum. Bild: hausidee.de

Ein Keller schafft auch zusätzlichen Nutz-und Wohnraum. Bild: hausidee.de

Müssen für Waschmaschine, Heizung oder Abstellflächen Ersatzräume geschaffen werden, liegen die echten Zusatzkosten für den Keller deutlich niedriger. Der Quadratmeter Kellernutzfläche kostet im Regelfall zwischen 200 und 500 Euro, im Erdgeschoss dagegen zwischen 1.000 und 2.500 Euro. So gesehen sind die Kellerräume der preisgünstigste Teil des Hauses. Als Faustregel für ein Standardhaus mit ausgebautem Dachgeschoss gilt: 35 Prozent zusätzliche Nutzfläche erfordern nur fünf bis zehn Prozent Mehrkosten.

Für einen Keller spricht auch die Möglichkeit, einen kleinen Bauplatz vollständig ausnutzen zu können. Dies empfiehlt sich besonders bei hohen Grundstückpreisen. Auch unter ökologischen Aspekten ist es sinnvoll, den überbauten Boden effizient zu nutzen. Spätestens beim Hausverkauf zahlt sich diese Investition aus. Die Wertunterschiede zwischen Häusern mit und ohne Untergeschoss sind deutlich.

Beim Keller ist auch auf eine gute Isolierung zu achten, damit Wärme drinnen und Feuchtigkeit draußen bleibt. Bild: fotolia

Beim Keller ist auch auf eine gute Isolierung zu achten, damit Wärme drinnen und Feuchtigkeit draußen bleibt. Bild: fotolia

Beim Bau eines Kellers raten Experten auf eine gute Isolierung und eine ordentliche Heizung zu achten. Muffiger Kellergeruch stellt sich bei einem ausgeglichenen Raumklima erst gar nicht ein. Aktive Baustoffe, wie etwa Ziegel, nehmen Feuchtigkeit schnell auf und sorgen zugleich für hohe Wärmedämmung. Alternativen sind Keller aus Hohlwandelementen, die später mit Beton verfüllt werden oder die Montagebauweise. Hier werden die Kellerwände nicht aufgemauert, sondern aus Fertigteilen zusammengesetzt. Damit lässt sich auf dem Bau zusätzlich Zeit sparen.

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