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9. January 2018 Comments Off on Dämmlecks am Dach erkennen Views: 841 Ratgeber

Dämmlecks am Dach erkennen

Eine einheitliche weiße Dachfläche signalisiert: alles bestens. Taut es jedoch an einzelnen Stellen, deutet vieles auf eine mangelhafte Dämmung hin. So wird ein Dämmleck sichtbar.

Eine einheitliche weiße Fläche signalisiert: alles bestens. Taut es jedoch an einer Stelle ab, während die restliche Schräge bedeckt bleibt, so ist die Dämmung dort mangelhaft - ein Dämmleck wird deutlich.. Bild: hausidee.de

Eine einheitliche weiße Fläche signalisiert: alles bestens. Taut es jedoch an einer Stelle ab, während die restliche Schräge bedeckt bleibt, so ist die Dämmung dort mangelhaft. Bild: hausidee.de


Schnee ist der beste Indikator für den baulichen Zustand des Daches. Eine einheitlich weiß gepuderte Dachfläche signalisiert: alles bestens. Taut es jedoch an einzelnen Stellen, wohingegen die restliche Schräge bedeckt bleibt, so kann die Dämmung dort mangelhaft sein. Steigende Heizkosten, sinkender Wohnkomfort sowie ein erhöhtes Schimmelrisiko sind mögliche Konsequenzen. Nur eine optimale Dämmung mit aufeinander abgestimmten Komponenten kann derartige Folgen sicher verhindern.

Angetaute Stellen lassen sich wie folgt deuten: Klettern die Temperaturen auf über Null Grad verwandeln sich Eiskristalle in Wasser. Diese Taugrenze ist auf dem Dach an bestimmten Stellen schnell erreicht: nämlich dort, wo Wärme aus den Wohnräumen herausströmt. Sogar vom Boden sind diese abgetauten Bereiche gut zu erkennen. Die dunkle Eindeckung hebt sich hier deutlich von der rundherum weißen Dachfläche ab. Aber auch Eiszapfen kommen als Indikator für wärmere Zonen in Frage: Ist die Schneedecke sehr dick, schmilzt die untere Schicht und läuft als Wasser Richtung Regenrinne. Beim Kontakt mit dem kalten Vordach gefriert das Wasser erneut. Ist die Rinne einmal gefroren, läuft sie über, wodurch das Wasser zu Eiszapfen erstart.

Flecken in der Schneedecke oder Eiszapfen kommen also nicht von ungefähr, sondern sind Signale einer mangelhaften Dämmung oder eines Dämmleck. Wer diese ignoriert, riskiert mitunter folgenreiche Schäden. Denn die warme, feuchte Luft strömt auf ihrem Weg nach oben direkt in die Dachkonstruktion. Weil es dort kälter ist, fällt der mitgeführte Wasserdampf aus und durchnässt die Dämmung, welche daraufhin ihre Wirkung verliert. Die Folgen: Das Haus kühlt aus, die Bewohner frieren – und dass, obwohl die Heizung auf Hochtouren läuft. Dies treibt ganz nebenbei auch die Heizkosten in die Höhe. Mitunter kommt es in der feuchten Konstruktion sogar zu Schimmelbefall. Wird dies zu spät entdeckt, kommt für das Haus oft nur noch eine Sanierung in Frage.

Eine Thermografieaufnahme liefert einen weiteren Beweis für Dämmlecks. An den roten Stellen entweicht die warme Raufluft. Bild: fotolia

Eine Thermografieaufnahme liefert einen weiteren Beweis für Dämmlecks. An den roten Stellen entweicht die warme Raufluft. Bild: fotolia

Auf der sicheren Seite sind dagegen Bauherren, die auf ein Dämmsystem mit optimal aufeinander abgestimmten Komponenten setzen. Unabhängig vom gewählten Material sollte die wärmende Hülle stets einen ausreichenden U-Wert besitzen. Denn je niedriger der U-Wert, umso besser der Kälteschutz und damit verbunden auch die Energieeinsparung. Doch selbst die dickste Dämmung bleibt wirkungslos, wenn Wasserdampf bei winterlichen Außentemperaturen in die kältere Dämmung eindringen kann. Um dies zu verhindern, sollte zusätzlich unbedingt eine Dampfbremsfolie angebracht werden, welche absolute Wind- und Luftdichtigkeit garantiert.

Folien mit variabler Dampfdichtigkeit, so genannte Klimamembranen, bieten dank ihrer Atmungsaktivität einen besonders guten Schutz vor Feuchteschäden – vorausgesetzt, die Membranen sind lückenlos verlegt, also dauerhaft und luftdicht verklebt. Damit gehören auch unangenehme Luftströmungen zwischen drinnen und draußen der Vergangenheit an.

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