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Tipps für den perfekten Carport

6. Juni 2020 Kommentare deaktiviert für Barrierefreiheit im Garten Views: 1325 Ratgeber

Barrierefreiheit im Garten

Ein barrierefreier Garten ist besonders für Rollstuhlfahrer und Prothesenträger geeignet, aber auch für bewegungseingeschränkte Menschen und als Vorbereitung auf das Alter ist er eine Bereicherung. Dabei muss vor allem auf eines geachtet werden, dass möglichst alle Punkte im Garten über entsprechende Wege erreichbar sind.

Ebenerdig und möglichst gut befestigte Wege ermöglichen Barrierefreiheit. Bild: tdx/Rensch Haus

Ebenerdig und möglichst gut befestigte Wege ermöglichen Barrierefreiheit. Bild: tdx/Rensch Haus


Die Wege sind das A und O

Das bedeutet, dass alle Wege angemessen breit angelegt sind, ein gut befahrbares Material genutzt und auf Rutschfestigkeit geachtet wird. Das wichtigste dabei ist wohl die Breite der Wege. Die Hauptwege sollten nach Möglichkeit eine Mindestbreite von 1,5m haben und die Nebenwege eine Breite von etwa einem Meter. Dabei gelten Arbeitsbereiche als Hauptwege und sollten ebenfalls 1,5m breit sein. Des Weiteren muss auf Stufen jeglicher Art komplett verzichtet und Rampen mit Handläufen installiert werden. Außerdem darf die Steigung der Rampen nicht mehr als 6 Grad betragen, ansonsten kann es für Rollstuhlfahrer schwierig werden.

Um die Bildung von Pfützen zu vermeiden sollte entweder so gebaut werden, dass das Wasser automatisch abläuft oder es müssen Steine genutzt werden, in welchen das Wasser absickern kann. Damit keine Unebenheiten entstehen, sollte beim Verlegen der Steine auf keinen Fall auf eine Wasserwage verzichtet werden. Später muss in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, ob Steine abgesackt sind. Wer unbedingt Wege aus Splitt oder ähnliches haben möchte, sollte diese auf jeden Fall so einarbeiten, dass das Material nicht wegrutschen kann. Für Rollstuhlfahrer sind solche Wege absolut das Falsche.

Bewässerung, Hochbeete und kleine Pflanzen

In einem barrierefreien Garten sollte die Bewässerung im Idealfall mit einer automatischen Bewässerungsanlage vonstatten gehen. Wobei wegen der Rutschgefahr darauf geachtet werden muss, dass die Wege nicht bespritzt werden. Eine Alternative wäre es, mehrere Schlauchanschlüsse im Garten zu verteilen. Einen sehr langen Schlauch mit einer eingeschränkten Bewegung zu benutzen kann äußerst zeitaufwendig und anstrengend sein.

Hochbeete sind auch vom Rollstuhl aus gut zu bewirtschaften. Bild: tdx/Traumgarten

Hochbeete sind auch vom Rollstuhl aus gut zu bewirtschaften. Bild: tdx/Traumgarten

Beete sollten am besten nur in Form von Hochbeeten angelegt werden. Dabei ist es für Rollstuhlfahrer ideal, wenn dies Einbuchten vorweisen oder unterfahrbar sind. Aber nicht nur für Rollstuhlfahrer sind sie ideal, sie sind äußerst Rücken schonend und es kann einfach mit einem Stuhl das Hochbeet bepflanzt und bearbeitet werden. Sich zu bücken ist nicht mehr erforderlich, alles kann mit gerader Wirbelsäule erledigt werden.

Es sollten zudem möglichst Pflanzen und Bäume gepflanzt werden, welche eher niedrig sind. Dabei eignen sich zum Beispiel Zwergobstbäume oder auch Sträucher. Umso höher die Gewächse, umso schwieriger sind sie gerade als Rollstuhlfahrer auch zu beschneiden und zu ernten. Es gibt speziell für bewegungseingeschränkte Menschen dynamische Gartenhilfsmittel um auch entfernter und höhere Stellen erreichen zu können. Diese Werkzeuge können den Gartenalltag erheblich vereinfachen, allerdings ist damit auch nicht alles möglich.

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